- Endless Dark -

  Doro  

22. Mai 2010, Bruchsal, Fabrik

Setlist
I rule the ruins
Earthshaker Rock
Running from the devil
True as steel
Burning the witches
The Night of the Warlock
Für immer
Above the Ashes
Metal Racer
Burn it up (Bird of fire)
Haunted Heart (Part 1)
- Drum Solo
Haunted Heart (Part 2)
Hellraiser
East meets West
We're the Metalheads
Breaking the law
All we are
Unholy love
Love me in black
Always live to win
Herzblut

Konzerte von Doro sind schon etwas Besonderes. Die immer noch extrem attraktive Düsseldorferin kommt nicht als Star auf die Bühne, sondern es scheint immer so als käme ein alter Kumpel vorbei, um gemeinsam einen zu heben und ne' tolle Party zu feiern. "Ausverkauft" prangte am Eingang der Bruchsaler Rockfabrik, was eigentlich auch nicht besonders schwierig ist, wenn man bedenkt, dass die Kapazitäts-Grenze mit vielleicht 400 Nasen schon erreicht war. Entsprechend voll war es dann auch schon in der engen Live-Halle, als die Vorband Krypteria auftraten. Die Gruppe war bis dato unbekannt, eignete sich aber als perfekter Warm-up für die Metal Queen. Zum einen hat Krypteria nämlich ebenso wie der Düsseldorfer Hauptact eine Sängerin, die Auge und Ohr erfreut, und zum anderen ist der melodische Gothic/Power Metal der Band auch nicht von schlechten Eltern. Daher: Daumen nach oben.

Nach einer etwas längeren Umbaupause kam dann unsere Queen auf die Bühne und startete gewohnt souverän mit dem Klassiker-Doppel "I rule the ruins" / "Earthshaker Rock", ehe es mit "Running from the devil" einen der wenigen Songs vom neuen Album gibt. Überhaupt fokussiert sich Doro während des ganzen Konzertes auf ihre großen Klassiker, und verbrutzelt schon in der ersten Hälfte Gassenhauer wie "True as steel", "Burning the witches" und sogar "Für immer". Bemerkenswert aber: "The Night of the Warlock" scheint nicht nur für mich DER Song des aktuellen Longplayers zu sein, sondern hat - nach den Reaktionen zu urteilen - wohl die ganze Doro Fan Gemeinde begeistert. Das enthusiastische Publikum feiert die Metal Queen nach allen Regeln der Kunst ab, wofür Doro sich geradezu goldig vielfach bedankt.

Mit über 20 Titeln wurde des Konzert dann erfreulicherweise auch sehr lang, was aber nicht zuletzt daran liegt, dass der Gig im letzten Drittel der Show zu "Wünsch dir was" mutierte. Soll heißen: Die ersten Reihen schmetterten Songtitel gegen die Bühne, welche uns're Doro natürlich artig anstimmt. Erfreulicherweise waren es knackige Titel wie "Hellraiser", "East meets West" oder das Judas-Priest-Cover "Breaking the law", das fast schon Standart in einer Doro Show ist. Nach dem Abräumer "All we are" - wie zu erwarten das Highlight des Abends - hieß es erstmal Schluss. Doch natürlich kam die Queen nochmal für einen Zugabenblock zurück und präsentierte "Unholy love", "Love me in black" und den klasse Banger "Always live to win". Als Zu-Zugabe sang Doro zum Abschied dann noch "Herzblut" und entließ ihre Fans glücklich und zufrieden in die Nacht.

Fazit: Nein, den Titel der Metal Queen macht Doro so schnell keiner streitig. Mehr als 2 Stunden gab es beste Unterhaltung von einer nach wie vor attraktiven wie stimmgewaltigen Doro Pesch. Alle Warlock-Klassiker, ein Reigen Hits aus den Soloplatten und die besten Titel der letzten Scheiben. Doro hat heute Abend alles richtig gemacht und wir kommen natürlich auch beim nächsten Mal gerne wieder. Wie Doro im Konzert sagte: "Wir wollen auch gemeinsam das 50jährige Jubiläum feiern". Gerne, Doro, gerne. Deep inside our hearts - für immer.


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