- Endless Dark -

  Doro & Powerwolf  

Set List Powerwolf
We take it from the living
Saturday Satan
Kiss of the Cobra King
In blood we trust
Lupus dei

Set List Doro
Earthshaker rock
I rule the ruins
You're my family
Burning the witches
Hellbound
- Drum Solo
True as steel
Hellraiser
Metal Racer
Above the Ashes
Für immer
All we are
Strangers yesterday
Breaking the law
Burn it up
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Warrior soul
Fight
Love me in black
Unholy love

Nichts kann einem mehr den Tag vermiesen, als die Zerstörung von Vorfreude. Im heutigen Falle die Absage von WASP. Tags zuvor rief ich nochmal die Seite der Saarbrückener Garage auf um mich den Anfangszeiten zu vergewissern, als ich lesen musste das WASP ihre Europatour abgesagt hatten. Als neuen Support für die blonde Metalqueen gabs Powerwolf. Na toll! Schließlich hatte ich mich für die weit entfernte Location nur aus zwei Gründen entschieden: Zum einen wegen der extrem günstigen Tickets (22 Euro für zwei Headliner dieses Status dürften einmalig sein) und die Tatsache zwo gleichermaßen geliebte Acts an einem Abend zu sehen.

Etwas schlechter Laune traten Beni, Dorina und ich am 05.07.2007 die Fahrt an. Nach ca. zweieinhalb Stunden, die wir glücklicherweise ohne Stau und ohne uns zu verfahren durchstanden, kamen wir an. Die Garage entpuppte sich als gemütlicher kleiner Club mit im wesentlichen zwei Räumen. Im ersten Raum fanden wir die Garderobe sowie eine chillige Sitzecke, während im zweiten Raum sich die Bühne befand. Eine nette Geste der Garage war ein Freigetränk für jeden Besucher aufgrund der Absage von WASP. Die Stimmung vor Ort schien allerdings nicht gerade getrübt, wohl auch weil für die meisten Besucher WASP nur eine Zugabe für Doro war. Den der Raum war mit Doro- und Warlock-T-Shirt-Trägern geradezu übersät.

Den Abend wurde von Powerwolf eröffnet. Von denen hatte ich zuvor noch nichts gehört, aber nicht zuletzt enttäuscht von WASP sah ich mir die Truppe natürlich an. Und ich wurde positiv überrascht. Obwohl die Band dem Look nach zu urteilen eher in düsteren Gefilden wilderte, gabs arschtretenden Powermetal auf die Ohren. Hymnische Donnersongs mit einer Prise Düsternis und ein wenig Kiss - so in etwa könnte man den Sound der Wölfe bezeichnen. Die charismatische Stimme von Sänger Attila Dorn trug ihr übriges bei. Mit aber das Schönste an Powerwolf ist ihr Humor: Die Nummer "In blood we trust" wurde etwa dem Roten Kreuz gewidmet. Die Spielfreude und, nicht zu vergessen, das spielerische Können der Wölfe überzeugte nicht nur mich sondern auch das übrige Publikum. Als die Band nach dem Nackenbrecher "Lupus Dei" tschüss sagten, gabs mehr als Höflichkeitsapplaus. Fazit: Ab heute habt ihr einen Anhänger mehr, Jungs.

Die Umbaupause dauerte etwas lange, vor allem wenn man bedenkt dass Backdrop und Schlagzeug von Doros Band schon standen, als Powerwolf spielten. Die kleine Halle hatte sich merklich gefüllt, dennoch hatten wir ausreichend Luft und Bewegungsfreiheit. Die Garage war zudem gut belüftet, so dass Schwitzattacken wie bei Clubshows oft der Fall, ausblieben.
Ohne großes Gehabe enterte der Hauptact dann die Bühne. Klirrendes Glas, dann donnerte die Band mit "Earthshaker rock" los. Rechtzeitig zur ersten Textzeile des Songs war dann Doro auf der Bühne und rockte was das Zeug hielt . Kaum zu glauben, aber wahr: Die Frau hat nicht nur live eine fantastische Stimme, sondern sieht noch immer blendend aus. Und sie hatte das Publikum von Anfang an in der Hand und trieb zum Mitsingen und Bangen an. Während des folgenden Konzertverlaufs hatte man dann das Gefühl, Doro habe heimlich, still und leise Warlock reunioniert. Denn die Hits des Ex-Brötchengebers gabs vor den Latz: "I rule the ruins", "Burning the witches", "Hellraiser", "Metal Racer", "True as steel", "Hellbound" und natürlich die unverzichtbaren "Für immer" und "All we are". Unnötig zu erwähnen dass das Publikum nichts dagegen einzuwenden hatte. Dazwischen gabs dann aber auch drei Leckerbissen vom letzten (verdammt guten) Album "Warrior Soul": Das knackige "You're my family", die Powernummer "Strangers yesterday" und das gefühlvolle "Above the Ashes".

Den regulären Abschluss bildeten dann das Judas-Priest-Cover "Breaking the law", dass wie in der "Classic Diamonds" Version zunächst akustisch begann um dann priesterlich abzugehen, sowie "Burn it up". Natürlich forderte das aufgeheizte Publikum Zugabe und sollte sie auch bekommen. Da das Konzert ja wie erwähnt sehr Warlock-lastig ausfiel, gabs jetzt ein paar Hits aus Frau Peschs Solokarriere: "Warrior Soul", "Fight" und den Publikumswunsch "Love me in black", welcher für zahlreiche, knutschende Paare sorgte. Und als ich noch dachte: "Wenn sie jetzt noch >Unholy love< spielen würde, wärs perfekt." was kam? Genau, die Monsterballade, welche den Abend dann auch abschloss.

Fazit: Veni, vidi, vici. Was für Cäsar galt, gilt auch für Doro Pesch. Solange die Gute Alben wie "Warrior Soul" veröffentlicht und Konzerte wie dieses gibt, dürfte sie auch weiterhin Deutschlands Metalqueen bleiben. Warlock? Who the fuck needs Warlock?



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